In diesem fast zweijährigen Mandat unterstützte ich eine etablierte Schweizer Agentur dabei, Strukturen und Prozesse an die Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt anzupassen. Als Creative Innovation Director war ich gleichzeitig Sparringspartner für die Geschäftsleitung und treibende Kraft in der operativen Umsetzung.

Branche: Werbung / Kommunikation
Kunde: Schweizer Agentur (50+ MA)
Rolle: Zuerst CCO ad interim, danach Creative Innovation Director
Jahr: 2022–2024
Status: Umsetzung abgeschlossen, Weiterentwicklung intern
Die Agentur verfügte zu Beginn über wenig skalierbare Prozesse, starke Abhängigkeit von einzelnen Personen, eine Vielzahl von wenig integrierten Tools und eine Meeting-Kultur mit wenig Struktur und Verbindlichkeit. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an digitale Leistungen, die Iterationen mussten beschleunigt werden und eine konsistente Qualität gewährleistet sein. Trotz der umzusetzenden Veränderungen musste das Tagesgeschäft weiterhin auf höchstem Niveau gehalten werden.
Digitalisierung ist zunächst kein Tool-, sondern ein Operating-Model-Thema: Struktur, Standards und Kultur müssen zusammenpassen, sonst erfolgt die Veränderung nur an der Oberfläche.
Gemeinsam mit den unterschiedlichen Teams arbeiteten wir in kurzen Lernschleifen: ändern → beobachten → lernen → entscheiden. Gegenstand der Transformationsarbeit waren Workflows, Tech Stack, Organisation, Neukundenstrategie und kreative Ausrichtung. Der Aufbau eines internen Innovationsteams ermöglichte den Einbezug der verschiedenen Peers.
Wir reduzierten den Tech Stack radikal und führten kollaborative Arbeitsmethoden ein: Daily Standups, Reviews und Retrospektiven strukturierten die Zusammenarbeit, OKRs und das RACI-Framework schufen Klarheit über Ziele und Verantwortlichkeiten. Wir schufen eine Grundlage für den sicheren Umgang mit KI und integrierten sie gezielt dort, wo sie echte Entlastung brachte. Parallel beriet ich die Geschäftsleitung zur Neupositionierung und Portfolio-Weiterentwicklung.
Der Kulturwandel ist die eigentliche Arbeit, die Technologie ist bereits weitgehend verfügbar. Spürbare praktische Verbesserungen im Alltag von Mitarbeitenden schaffen die besten Voraussetzungen dafür, dass Veränderung möglich wird. Strategie muss deshalb in operative Schritte übersetzt werden, um wirksam zu werden. In diesem Prozess spielt Kommunikation eine Schlüsselrolle. Sie wird in Transformationsprozessen heute allerdings immer noch regelmässig unterschätzt, obwohl sie letztlich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
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